Die Gründungsgeschichte
Drogentherapeutischer Hintergrund
Die Wiener Drogenpolitik basierte bis zum Ende der 80er Jahre auf den traditionellen Maßnahmen Prävention, Therapie und Repression. Mit der Zunahme des Bewusstseins, dass Drogenabhängigkeit eine Krankheit darstellt, wurde das Wiener Drogenhilfesystem um andere Hilfsangebote erweitert.
Im Zuge dieser Neuorientierung wurden Substitutionsprogramme geschaffen, und in Wien entstand mit dem Ganslwirt des VWS die erste niederschwellige sozialmedizinische Beratungseinrichtung Österreichs. Diese Anlaufstelle realisierte erstmals Lebens- und Überlebenshilfe nicht nur für zum Ausstieg aus der Drogenszene entschlossene Menschen, sondern ließ auch den akut Drogenabhängigen soziale Hilfe zukommen.
Bei der Arbeit mit den KlientInnen des Ganslwirts hatte sich herausgestellt, dass viele von ihnen den Wunsch nach einem strukturierten, sinnvollen Tagesablauf und Interesse an Arbeit haben. Basis der Projektidee war der Mangel an einem, vor allem niedrigschwelligen und unbürokratischen, Arbeitsangebot für Personen mit Drogenproblemen.
Arbeitsmarktpolitischer Hintergrund
Die betriebliche Form eines SÖB existiert schon seit Mitte der achtziger Jahre und wurde noch vor der Ausgliederung der (damals so genannten) Arbeitsmarktverwaltung, als Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik unter dem damaligen Sozialminister Dallinger ins Leben gerufen.
Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht gab es für die Gründung von fix und fertig deshalb Interesse, da der überwiegende Teil der Personen die für uns als potentielle MitarbeiterInnen in Frage kam, auch KundInnen des AMS waren (und sind). Allerdings standen die Aussichten, sie ohne oder über andere amp. Maßnahmen wieder in den regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln, sehr schlecht.
Die Betriebsgründung
die beschriebenen Umstände mündeten 1993 in der Gründung des Sozialökonomischen Betriebes fix und fertig, damals angesiedelt auf knapp 200 m² im 6 ten Wr. Gemeindebezirk.
In den Jahren 1993 – 2007 erfuhr das Projekt auf Grund der guten Erfolge bei den KlientInnen, unseren WirtschaftskundInnen und nicht zuletzt den FördergeberInnen eine schrittweise Vergrößerung, die von ursprünglich 12 Arbeitsplätzen 1993 auf 50 Arbeitsplätze im Jahr 2009 angewachsen ist.
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